| Pfarrer Dr. Frank Holzbrecher, Dipl.Psych. |
Buchveröffentlichungen:
Mein Vater war viele Jahre als
Verfahrenstechniker im Ausland eingesetzt, und so verbrachte ich praktisch meine
ganze Kindheit und Jugend im Ausland, zunächst die Grundschulzeit in Beirut im Libanon.
Terrorismus gab es im Nahen Osten schon damals, allerdings waren die Fanatiker damals meist Kommunisten
oder Nationalisten. Eine solche Terror-Gruppe sprengte das Haus unseres Nachbarn gegenüber
mit einer Autobombe in die Luft, bis auf die Mutter kam die ganze Familie und alle Bediensteten
und Leibwächter ums Leben. Der Vater, ein demokratisch gesinnter Palästinenser-Führer, hatte nur einen
"Fehler" gemacht, er wollte mit Israel verhandeln. Seine jüngere Tochter war in meinem Alter
und wurde nur 8 Jahre alt. Bei uns waren zwar alle Fenster kaputt und alles voll Glas, aber wir
waren Gottlob unverletzt. Auch der Schock hielt sich in Grenzen, denn wir hatten uns längst an die
dauernden Schießereien und Scharmützel gewöhnt.
Genauso
wichtig ist mir natürlich auch die seelsorgerliche Betreuung der Menschen in
der Gemeinde. Meine Erfahrung ist dabei, daß es vor allem auf einen offenen
und freundlichen Umgang mit den einzelnen Menschen ankommt, denn oft ist es
vor allem das Zuhören, was Menschen in Zeiten des Leides am nötigsten brauchen.
Gott segne Sie !
Ihr Pfarrer Dr Frank Holzbrecher