|
Seit Jahren haben einige Mauern im Gemeindehaus Risse die immer größer werden. Es muss dringend etwas getan werden - aber was? Viel Vorarbeit war nötig: Ortstermine mit Statikern, Architekten und mit Sachverständigen von der Regionalverwaltung, Gutachten über die Statik und den Baugrund. Jetzt steht das Sanierungskonzept. Weil der Baugrund das Gebäude nicht trägt wird zunächst das Fundament in dem nachgiebigen Baugrund fachgerecht stabilisiert damit die Rissbildung gestoppt wird und dann wird das Gemeindehaus saniert. Nicht nur die Risse im Gemäuer sollen ausgebessert werden sondern auch die Dinge die ohnehin anstehen: Sanitäranlagen, zeitgemäße Wärmedämmung und vieles mehr. Das Gemeindehaus in Friesenheim wurde 1966 als Gemeinde- und Jugendhaus fertig gestellt und ist seitdem stark genutzt. Durch einen Anbau mit Küche wurde ab 1990 die Attraktivität und Nutzung des Hauses nochmals verbessert. Das Haus wird neben kirchlichen Anlässen auch für gesellschaftliche und private Anlässe von Gemeindegliedern, Gruppen und Vereinen genutzt. Regelmäßige Veranstaltungen sind z.B. Sitzungen des Kirchenvorstands, Konfirmandenstunden (auch von Nachbargemeinden), Kindergottesdienst, Dekanatsveranstaltungen, Evangelischer Kirchenchor, Tanzgruppe Sahara, Seniorentanz, Gemeindefeste, Evangelische und Katholische Erwachsenenbildung, Wirbelsäulengymnastik, Pilates-Gruppe, Krabbelkreis, Kindtaufen, Konfirmation, Kommunion, Geburtstage, Hochzeiten, Leichenschmaus, usw. Nach einem Wohnhausbrand 1993 zog für 4 Monate sogar eine mehrköpfige Familie in das Gemeindehaus ein. Die Gründe, dass seit einigen Jahren die Risse an dem insgesamt sehr solide erstellten Gebäude auftreten liegen unter der Erde. Im vorderen Teil, wo früher schon einmal ein Gebäude stand, gibt der Boden nach. Außerdem trocknet der Lehmboden aus bedingt durch den (zwangsweisen) Anschluss der Regenentwässerung an die örtliche Kanalisation im Jahre 1985. In einer Gemeindeversammlung stellte der Kirchenvorstand die Sanierungskosten und die Alternativen zu einer Sanierung vor. Schnell kam heraus, dass nur ein Gemeindehaus an der jetzigen Stelle und in der jetzigen Größe gewünscht wird. Die alternativen Lösungen – Aufgeben des Gebäudes und stark verkleinerter Neubau oder Ausweichen auf andere bestehende Gebäude in Friesenheim – fanden sehr wenig Anklang. Von der Alternative, das jetzige in Massivbauweise erstellte Gebäude komplett abzureißen und in Fertigbauweise mit viel Eigenleistung in derselben Größe neu aufzubauen wird vom Architekten abgeraten. Diese Lösung wird trotz Eigenleistung teurer und eine Garantie, dass das Problem damit gelöst wird gibt es nicht. Außerdem ist die Finanzierung eines Neubaus in dieser Größe in so einer kleinen Gemeinde wie Friesenheim nicht genehmigungsfähig. Es bleibt zu hoffen, dass die Evangelische Regionalverwaltung der anteiligen Kostenübernahme zur Sanierung zustimmt und der in Zusammenarbeit mit dem Kirchenchor gestellte Antrag auf Ehrenamtsförderung von der Kreisverwaltung genehmigt wird. Adolf Bleser, Baubeauftragter des KV Friesenheim Spendenkonto "Sanierung Kirche und Gemeindehaus Friesenheim" Volksbank Alzey Volksbank Alzey 608 25 904 (BLZ 550 912 00) |